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UV-Strahlen gefährden junge Haut


Schützen Sie Ihre Kinder vor Sonnenbrand


Sonne tut Kindern gut. Sie macht nicht nur glücklich – ihr Licht liefert auch Energie und hilft dem Körper, das lebensnotwendige Vitamin D zu bilden. Aber zu viel Sonne ist gefährlich für die Kleinen. Die Experten vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) verraten jetzt, wie Eltern ihre Kinder schützen können.

Kinderhaut ist besonders empfindlich

Ob sie im Garten am Grill stehen oder ins Freibad strömen – im Sommer zieht es viele Menschen nach draußen in die Sonne. Leider steigt damit auch das Risiko, sich einen Sonnenbrand zu holen. Kinder sind besonders gefährdet, wie der Kinderarzt Josef Kahl vom BVKJ berichtet. „Kinderhaut ist dünner und empfindlicher als die Haut Erwachsener, ihr natürlicher Schutz gegen UV-Strahlen ist noch nicht voll entwickelt.“ Noch größer wird die Gefahr dadurch, dass Kinder mit ihrem großen Bewegungsdrang viel mehr Zeit im Freien verbringen als Erwachsene. „Etwa 80 Prozent der gesamten UV-Dosis eines Lebens tankt der Mensch in den ersten 18 Jahren“, erklärt Kahl. Zugleich sind Sonnenbrände in jungen Jahren besonders problematisch. Denn die Haut verzeiht keinen Sonnenbrand, sie erinnert sich an jede Schädigung. Das macht sie empfindlicher und steigert das Risiko, später an einem Melanom, also bösartigem Hautkrebs, zu erkranken.

Schutz für junge Sonnenanbeter

Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihre Kinder vor Sonnenbrand schützen. Babys bis zu einem Jahr müssen immer im Schatten liegen. Auch für ältere Kinder und Erwachsene ist Schatten der effektivste Schutz. In der Sonne helfen leichte Kleidung, ein Hut mit breiter Krempe und Sonnenschutzmittel. Kaufen Sie für Ihre Kinder nur hochwertige Sonnencremes, die sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Außerdem sollten die Mittel frei von Parfüm, Konservierungs- und Farbstoffen sein. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte für Babys und Kleinkinder mindestens 25 betragen. Diese Zahl besagt, wie lange die Haut in der Sonne geschützt ist. Mit einer üblichen Eigenschutzzeit von fünf Minuten können die Kleinen dann maximal fünf mal 25 Minuten in der Sonne spielen.

Wenn Sie Ihre Kinder eincremen, achten Sie besonders auf „Sonnenterassen“ wie Nase, Wangen und Ohrmuscheln. Nach dem Baden auf jeden Fall neue Creme auftragen, denn ein Handtuch wischt auch wasserfeste Cremes weg. Aber Vorsicht: Die Dauer des Sonnenschutzes verlängert sich dadurch nicht. Wenn die Maximalzeit abgelaufen ist, müssen die Kinder wieder in den Schatten – damit keine verbrannte Haut ihre sonnigen Gemüter trübt.


22.06.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Markus Kessel


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